Claus auf Reisen
Claus auf Reisen
2017  Die Eger - Elbe - Tour Marktredwitz - Františkovy Lázně (Franzensbad) - Karlovy Vary (Karlsbad) - Žatec (Saaz) - Litoměřice (Leitmeritz) - Bad Schandau - Dresden 1. Tag. Schon einmal, nämlich 2009, haben wir unsere Radtour in Marktredwitz begonnen und die erste Etappe bis Cheb (Eger) ist identisch. Nach einem kleinen Imbiss im Restaurant Wallenstein und dem ziehen von tschechischen Kronen aus dem Geldautomaten setzen wir unseren Weg jedoch diesmal fort entlang des Egerstausees nach Františkovy Lázně (Franzensbad). Nach dem Einchecken in der Penzion Rossini machen wir einen kleinen Stadtrundgang bevor wir im Restaurant Rybářská bašta zu Abend essen. Leider ist es schwierig ein Lokal für einen Absacker zu finden, denn um 21 Uhr werden die Gehsteige hoch geklappt.                        2. Tag. Die heutige Etappe ist wahrscheinlich landschaftlich die Schönste. Doch zunächst bekommen wir in der Penzion Rossini jeder eine Flasche Bier als Tagesration. Heute morgen ist es ekelhaft kalt und nebelig. Erst als wir wieder die Eger erreichen schafft auch die Sonne den Durchbruch. Auf dem Spielplatz einer Wohnanlage bei Sokolov (Falkenau an der Eger) machen wir Rast und stärken uns mit unserer Wohlschmeckenden Bierration. Einen längeren Aufenthalt haben wir für Loket eingeplant dessen romantische Altstadt auf einem Hügel in einer Schleife der Eger liegt. Durch das romantische Tal der Eger geht es weiter nach Karlsbad wo wir im Hotel Romania übernachten.                       3. Tag. Nach dem Verlassen von Karlsbad verlassen wir zunächst das Egertal und es geht immer sanft bergan, sanft mit mit Erholungspausen aber stetig. Erst als uns eine mehrere Kilometer lange Abfahrt zurück ins Tal der Eger führt, erkennen wir, wie hoch oben wir waren. Bald wird es schwierig, der Radweg führt über Feld- und Waldwege mit vielen Pfützen und Schlammlöchern oder einfach über Wiesen und immer wieder gibt es kurze aber heftige Steigungen, unser Kilometerdurchschnitt sinkt auf nur noch 8 bis 10 km in der Stunde. Als wir am Nachmittag in Kadan endlich Rast machen, liegt noch ein Drittel der Wegstrecke vor uns. Doch das Blatt wendet sich. Wir dürfen die Reststrecke auf einer kerzengeraden Straße mit leichtem Gefälle zurück legen und das auch noch bei kräftigem Rückenwind. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 25 kmh erreichen wir das Hotel Zlatý lev in Žatec (Saaz) noch vor 18 Uhr. Die Stadt Saaz ist weltbekannt für ihren Hopfen. Es gibt dort ein Hopfenmuseum mit einer Wirtshausbrauerei, der ideale Ort für den Abend. Zu einem Gulasch lassen wir uns verschiedene Biersorten schmecken.                   4. Tag.  Heute hoffen wir, dass die Wegstrecke etwas einfacher wird. Der erste größere Ort heißt Louny, aber zum einkehren ist es noch etwas zu früh. Erst in Libichovice machen wir Mittagsrast und der Himmel zieht immer mehr zu. Um nicht wieder ins zeitliche Hintertreffen zu kommen, entschließen wir uns nicht dem Radweg, sondern der Straße zu folgen und erreichen so Budyně nad Ohří mit seinem Wasserschloss. In Bohušovice nad Ohří genehmigen wir uns noch einen Kuchen bevor wir uns in Terezín (Theresienstadt) mit dem unrühmlichen Teil der Deutschen Geschichte befassen. Wir besichtigen eine Gedenkstätte im Konzentrationslager Theresienstadt. Kurz darauf überqueren wir die Elbe und erreichen unser Tagesziel Litoměřice (Leitmeritz) und das Hotel Apollon. Am großen Marktplatz von Litoměřice befindet sich der Ratskeller, aber es kann noch keine Entscheidung getroffen werden wo wir essen sollen. Erst nach einer Wanderung zum Kathedrale steht fest, dass wir doch in den Ratskeller gehen. Drei Geschosse tief werden in einen Felsenkeller geführt. Das Essen ist gut aber die Portionen nicht besonders groß. Um 10 Uhr wird geschlossen aber in der Nähe finden wir noch Einlass im Original Pivnice Budvarka und zur Abrundung gibt es noch eine Käseplatte zum Budweiser Bier.                         5. Tag. Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir heute morgen Litoměřice und auch die Eger. Der Elbe Radweg bringt uns zurück nach Deutschland. In Ústí nad Labem (Aussig) machen wir eine Bier- und Imbisspause. Die letzte Stadt vor der Grenze ist Děčín (Tetschen) wo wir nicht den Berg hoch zum Schloss fahren sondern lieber einkehren. Kurz vor Bad Schandau benutzen wir die Fahre um über zusetzen. Wir übernachten im Hotel Sigl’s. Zum Abendessen suchen wir uns ein Chinarestaurant aus, was wie sich herausstellt eine gute Entscheidung ist. Als wir jedoch nach einem Spaziergang nach einer Einkehrmöglichkeit suchen wird es wieder einmal schwierig. Nur ein Italiener hat noch bis 11 Uhr geöffnet und auch da nach dürfen wir noch sitzen bleiben um aus zu trinken.                        6. Tag. Es geht an der Elbe entlang weiter Richtung Dresden. Wir suchen uns das rechte Flußufer aus. Dabei hätten wir der Beschilderung folgend, in Königsstein das Ufer wechseln müssen, was aber unser Anführer nicht möchte wir fahren also rechts weiter doch irgendwann endet der Weg in Sichtweite von Rathen. Offensichtlich sind aber schon mehrere Radfahrer hier weiter gefahren, darauf lässt der Trampelpfad im hohen Gras schließen. Über Rathen, Stadt Wehlen geht es weiter nach Pirna wo wir das Ufer wechseln um ins Zentrum zu gelangen wo uns ein schöner Biergarten empfängt. Kurz nach Pirna ist der Radweg wegen einer Baustelle komplett gesperrt. Leider lässt die Beschilderung der Umleitung sehr zu wünschen übrig. Gott sei Dank treffen wir auf einen einheimischen Radfahrer der sich auskennt.  Je näher wir Dresden kommen, je voller wird der Radweg und je ungehobelter werden die Radfahrer. Am Blauen Wunder gibt es noch eine letzte Einkehr im riesigen Biergarten des Schiller Garten. Auf der letzten Etappe muss man voll konzentriert fahren um keinen Unfall zu bauen, vorbei an der Frauenkirche erreichen wir unser Hotel Ibis Dresden Königstein in der Prager Straße. Abendessen gibt es heute im “Gänsedieb” und danach einen nächtlichen Stadtrundgang durch das nächtliche Dresden. Unseren Absacker nehmen wir heute in einem Tapas Lokal, das bis 12 Uhr geöffnet hat. Ein paar Tapas müssen wir natürlich auch noch versuchen.                     6. Tag. Heute steht nur noch die stressfreie Rückfahrt mit der Bahn an.

Radfahren ist meine Leidenschaft

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