Claus auf Reisen
Claus auf Reisen
2010 Die Oder - Neiße - Tour Görlitz - Bad Muskau - Guben - Eisenhüttenstadt - Frankfurt an der Oder - Bad Freienwalde - Niederfinow - Chorin - Angermünde   1. Tag. Bei der Anreise haben wir in Hof bereits eine Stunde Verspätung, weil die Bahn mit defekten Bahnübergängen kämpft. Dementsprechend erreichen wir Görlitz mit Verspätung aber für eine Stadtführung durch diese Wunderschöne Stadt reicht unsere Zeit. Zum Abendessen wechseln wir über die Neiße nach Polen.       2. Tag. Wir verlassen Görlitz entlang der Neiße und machen in Rothenburg unsere erste Rast. Kurz danach werden wir von einem heftigen Regenguss überrascht. Doch als wir am Nachmittag Bad Muskau erreichen scheint bereits wieder die Sonne. Wir beziehen unsere Zimmer im Hotel Queen in Leknica. Der Einrichtung nach zu Urteilen diente das Gebäude bis vor kurzem der käuflichen Liebe. Bei herrlichen Sonnenschein spazieren wir durch den Park des Fürsten Pückler. Fürst Pückler ist nicht nur Namensgeber für die berühmte Eiskreation mit den drei Eissorten sondern er hat auch in Bad Muskau einen herrlichen Landschaftspark östlich seines Schlosses gestaltet.                            3. Tag. Das Frühstück im polnischen Hotel ist etwas gemüselastig. Riesige Platten mit Gurken und Tomaten zieren den Frühstückstisch, wogegen das Wurst- und Käseangebot überschaubar ist. Zu allem Ungemach wurden wir bezichtigt Handtücher mitgenommen zu haben, die Tags zuvor aber nicht da waren.  Die Fahrt durch den von der Morgensonne durchfluteten Park von Muskau entschädigt für den rauen Abschied. Wir folgen weiter der Neiße über Klein Bademeusel und Forst nach Guben. Dabei werden wir von einer Ziegenherde und einem Storch aufgehalten.  In der Pension “Zur Neiße” finden wir eine Strenge Wirtin, die sich darüber beschwert, dass die Gäste ihre Wasserflaschen an der Wasserleitung befüllen. Unser Abendspaziergang führt uns ins polnische Gubin mit seiner Kirchenruine und später in den Ratskeller zu einem Absacker. Immerhin können wir die Wirtin bei der Abfahrt dazu animieren ein Gruppenfoto von uns zu knipsen                    4. Tag. Heute werden wir sehen wie die Neiße in die Oder mündet und fortan der Oder folgen. Über Eisenhüttenstadt und Brieskow Finkeneherd erreichen wir unser Tagesziel Frankfurt an der Oder, beziehungsweise das Hotel Relax im polnischen Slubice wo wir gut und preisgünstig übernachten.  Am Abend wechseln wir wieder über die Oder nach Frankfurt, wo einer unserer Mitradler uns zum Abendessen anlässlich seines 60. Geburtstags einlädt. Doch für unseren Absacker suchen wir uns wieder ein Lokal in Slubice, damit wir nicht zu weit zum Hotel haben.                        5. Tag. Frühstück ist am Morgen nicht eingeschlossen im Hotel Relax aber im Hotelrestaurant bekommen wir für einen angemessenen Preis ein leckeres Frühstück. Zunächst folgen wir weiter der Oder über Küstrin-Kietz bis kurz hinter Kienitz. Direkt am Radweg gibt es eine Blockhütte zum Einkehren. Danach wundern wir uns wie wohl der Riesensattelschlepper auf den schmalen Radweg im Wald gekommen ist, er ist wohle seinem Navi gefolgt. Nach einer weiteren Einkehr in Kienitz verlassen wir die Oder. Ein heftiger Gegenwind lässt unsere Oberschenkel glühen und aus der ohnehin längsten Etappe mit geplanten 95 km werden 105 km.  Als wir am Abend in Bad Freienwalde einradeln sind wir froh, dass wir unsere müden Beine in der Pension Lender hoch legen können.                  6. Tag. Heute stehen ein paar touristische Highlights entlang unserer Strecke auf der Agenda. Es beginnt mit dem Schiffshebewerk von Niederfinow. Dieses imposante Stahlbauwerk ist ein Meisterwerk der Ingenieurbaukunst. Es hebt die Schiffe am Oder-Havel-Kanal um eine Höhe von 36 Metern an. Nach 7 Jahren Bauzeit wurde es im März 1934 in Betrieb genommen und ist das älteste noch in Betrieb befindliche Schiffshebewerk Deutschlands. Doch seit 2006 mit einem Neubau begonnen wurde, muss man damit rechnen, dass der Betrieb ab 2025 eingestellt wird. Unser nächstes Ziel ist das Kloster Chorin. Das ehemalige Zisterzienserkloster gehört zu den bedeutendsten Baudenkmalen der frühen Backsteingotik in Brandenburg.  Am Abend erreichen wir Angermünde, den Endpunkt unserer Tour. Nach dem leckeren Abendessen genießen wir einen leckeren, sündhaft teuren Haselnussschnaps.                      7. Tag. Mit dem Zug geht es heute über Berlin, Jena, Erfurt und Schweinfurt zurück in unsere Fränkische Heimat. Beim Umsteigen in Erfurt ist der weiterführende Zug bereits mit Fahrradfahrern gut befüllt. Doch wir erwischen einen netten Schaffner, der sich nicht beschwert, dass durch das Fahrradabteil vor lauter Fahrrädern kein Durchkommen mehr ist.

Radfahren ist meine Leidenschaft

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